reisebericht
20.6.2009
ein absolut traumhaftes quartier - der hofgarten in ettlingen: traumhaftes zimmer, super quartiergeber und ein wahnsinnig gutes frühstück mit brot aus karlsruhe und rührei vom feinsten. wer mal in diese gegend kommt, muß unbedingt dorthin: http://www.hofgarten-ettlingen.de/
aufgeweckt vom läuten des kirchenturms ging es für uns gemütlich zu - frühstücken, waschen, packen, einkaufen (badische brezel!) und nach kurzem luftcheck beim örtlichen radhändler ging es los. geplant waren rund 78 km mit unbekannten hm, in summe waren es dann 90 km mit rund 1000 hm.
raus aus ettlingen zum ersten und längsten hindernis in deutschland: die vorgeschriebene benutzung von radwegen. echt ein graus, denn manchmal hören sie auf, gehen auf die strasse, werden enger, etc. - also nicht unbedingt dazu beitragend, flüssig und flott voranzukommen.
zweites haupthindernis: die deutschen autofahrer - unglaublich wie groß der unterschied zu frankreich ist, aber uns wurde abends erklärt, dass wir uns im autoverrücktesten teil deutschlands befinden - hier wird geprotzt und gezeigt was man hat .... oder geleast hat.
den garmin edge haben wir heute komplett selber routen lassen, nur start- und endadresse eingegeben - funktioniert zwar auch, aber besser ist es, genauer zu planen. die durchfahrt durch pforzheim dauerte auch länger und somit waren wir heute sehr langsam unterwegs - aber kein problem, wir machen urlaub und kein trainingslager.
nach 30 km ging dann am vorderrad langsam die luft aus - scherben im mantel, leider ein tiefer schnitt. unser täglich brot in mallorca und deshalb "business as usual". scherbe rausgenommen, schlauch getauscht und weiter gings. an dieser stelle ein danke an sks, die wese pumpe, die an allen unseren mieträdern oben ist, hat ohne probleme und besondere anstrengung mind. 7 bar geschafft.
in pforzheim ins bauhaus, superkleber besorgt und im bikeladen pedale nachgeschraubt (bin seit paris unterwegs mit pedalen, die nur per hand eingeschraubt wurden, da ich keinen 8er inbus dafür mitschleppen wollte), mantel geklebt (da haben die herren mechaniker geschaut) und frisch aufgepumpt.
landschaftlich war es ein ewiges auf und ab, z.t. viel, dann wiederum wenig verkehr. je näher wir stuttgart kamen, umso mehr natürlich bewegung auf den strassen, und auch interessant die rasante zunahme von integrationsmitbürgern türkischer herkunft - in renningen war eine türkische hochzeit und ein lokal namens: "uetzel bruetzel" sowie 5er bmw in schwarz, wobei eigentlich 3er bmw in weiß der standard ist - haben wir uns sagen lassen.
ca. 14 km vor der ankunft dann der letzte hügel und dann gings in rasender fahrt bergab richtung vaihingen und unserem ziel sonnenberg entgegen. ankunft um 17:30 uhr, empfang mit würstchen und erdäpfelsalat, roter grütze und einer flasche französischem rotwein, die uns unser quartiergeber in ettlingen geschenkt hat.
morgen ruhetag und dann schauen wir weiter, wie und wohin wir unsere tour fortsetzen, da die schwäbische alp das nächste große hindernis darstellt. wahrscheinlich geht's richtung süden und dann der donau entlang richtung ulm, mehr dann morgen.
das wetter macht uns auch ein wenig sorgen, die vorhersagen für die nächsten tage sind leider nicht so besonders.
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