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reisebericht

16.6.2009

tagwache: 3.40 uhr, flug nach paris ohne zwischenfälle und schweinegrippe, ein menschenleerer terminal in paris charles de gaulle - was angesichts der tatsache, dass wir anfingen, unsere räder auszupacken und uns in die radmontur schmissen, wohl auch besser war. sonst hätte sich wohl eine schar neugieriger um uns versammelt.

inklusive dem zerschneiden der kartons - sonst würde es einen bombenalarm geben, erklärte uns freundlich die dame am informationsschalter - schafften wir es in einer rekordzeit von knapp einer stunde, fix und fertig auf dem rad zu sitzen.

nach 15 minuten hatten wir es auch schon geschafft, das stärker befahrene gebiet rund um den flughafen auf eine autofreie, idyllische landstrasse zu verlassen.

mit permanentem rückenwind - die (westwind)prophezeiung hat sich doch tatsächlich bestätigt - gings flott über eine leicht hügelige landschaft, die hauptsächlich aus getreide- und salatfeldern bestand.

leider ging unser plan nicht auf, gegen mittag gemütlich auf einen kaffee und ein croissant einzukehren. es war schlicht und einfach nichts zu finden. kein cafe, kein restaurant, kein gasthaus. an dieser stelle gleich eine warnung an alle, die planen, durch frankreich zu reisen: kauft euren tagesproviant im supermarkt ein! alles, was nicht großstadt ist, bietet genau null infrastruktur. eine für uns schier unglaubliche, aber traurige wahrheit.

mit hungrigem magen schlagen wir uns weiter durch, hügel auf, hügel ab. die topografie hatten wir leider unterschätzt. eigentlich war ein tour mit wenigen höhenmetern gepant.

es wird 16 uhr, es wird 17 uhr... unsere versuche, ein quartier für die nacht zu finden, bleibt erfolglos. dann endlich gegen 18 uhr gelingt es uns doch noch, in saint martin d´ablois ein ganz entzückendes landhaus im typisch französischen stil zu entdecken. an dieser stelle nochmals ein riesen danke an die mehr als nette gastgeberin, die uns herzlich empfangen und bewirtet hat. wir können sie nur wärmstens weiter empfehlen: http://pagesperso-orange.fr/relais.saintmartin/

wir befinden uns nun in der champagne - aber alle champagnerhöfe sind "fermé" - nichts hat offen.

erwähnt sei der neue sattel von velo, der in kombination mit der löffler radhose perfekt passt.

und die frage des tages: wird die wäsche trocken bis morgen?

die übernachtung kostete 79 euro - aber ein super schönes zimmer/haus, nette gastgeberin mit champagner zum aperitiv und selbstgekochte überbackene nudeln mit salat, da kein restaurant in st. martin vorhanden!

heutige tourdaten: 140 km, 1200 hm



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